Frühbehandlungen bei Kindern

Unterstützen Sie die gesunde Gebissentwicklung Ihres Kindes und vereinbaren Sie frühzeitig einen Termin bei uns, wenn Sie Fehlentwicklungen von Zähnen oder Kiefern beobachten. Denn die Früherkennung ist von entscheidender Bedeutung für den nachhaltigen Erfolg einer kieferorthopädischen Behandlung.

Vor einiger Zeit war die Meinung noch weit verbreitet, dass eine kieferorthopädische Behandlung erst im Jungendalter notwendig ist. Das sehen Kieferorthopäden und Zahnärzte heute anders. In ihrer Stellungnahme „Optimaler Zeitpunkt für die Durchführung kieferorthopädischer Maßnahmen (unter besonderer Berücksichtigung der kieferorthopädischen Frühbehandlung)" vom April 2010 betont die DGKFO (Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie): Bei bestimmten Kieferfehlstellungen ist ein früher Behandlungsbeginn wichtig und sollte nicht versäumt werden.

Früherkennung bei Kindern in der Praxis für Kieferorthopädie Münster
Die Früherkennung ermöglicht Ihrem Kind eine gesunde Gebissentwicklung.

Kieferfehlstellungen entwickeln sich oft bereits in früher Kindheit

Für die Wahl des richtigen Behandlungszeitpunktes ist das Lebensalter von
untergeordneter Bedeutung. Entscheidend sind vielmehr das Alter und die Entwicklung der Zähne sowie der Charakter der Fehlentwicklungen von Zähnen, Kiefer und/oder des Kausystems (Dysgnathien). Durch Funktionsstörungen wie Zungenfehlfunktionen, Mundatmung und schädliche Angewohnheiten wie z. B. Daumenlutschen können sich die Kiefer nicht mehr „normal" entwickeln. Es kommt zu einem massiven Ungleichgewicht im Verhältnis zwischen Weichgeweben (z. B. Zungen-, Wangen-, Lippenmuskulatur) und Hartgeweben (Kieferknochen, Zähne). Werden solche Funktionsstörungen nicht rechtzeitig behandelt, verstärken sich die Kieferfehlstellungen immer weiter.

Früherkennung verkürzt die Behandlungsdauer und erhöht den Erfolg

„Eine frühzeitige und gezielte Behandlung ermöglicht Ihrem Kind eine gesunde Kieferentwicklung."

Bemerken Sie bei Ihrem Kind eine beginnende Fehlentwicklung, beraten wir Sie gerne über mögliche Behandlungsschritte. Diesen Entwicklungen schon im Kindesalter entgegen zu wirken ist ideal, denn das Wachstum begünstigt die kieferorthopädische Behandlung. Mit frühzeitiger kieferorthopädischer Unterstützung wird die Fehlentwicklung unterbrochen und eine normale Entwicklung von Zähnen und/oder Kiefer angeregt. Ist das Wachstum bereits abgeschlossen, erschwert das die Behandlung. Meist ist dann eine intensivere und längerfristige kieferorthopädische Behandlung notwendig.

Abbildung Kreuzbiss
1/5Beim lateralen Kreuzbiss stehen die oberen Seitenzähne weiter innen als die unteren. Der Oberkiefer ist in diesem Fall – im Vergleich zum Unterkiefer – zu schmal und in diesem „gefangen“. Dadurch kann er sich nicht normal entwickeln.
Abbildung Frontaler Kreuzbiss
2/5Beim frontalen Kreuzbiss stehen die oberen Schneidezähne hinter den unteren Schneidezähnen.
Abbildung Unterkieferrücklage
3/5Der Unterkiefer liegt bei der Unterkieferrücklage sehr weit hinten und die oberen Schneidezähne stehen weit vor.
Abbildung Offener Biss
4/5Beim Zubeißen kommen bei einem offenen Biss die vorderen Schneidezähne nicht mehr aufeinander. Der Mund steht häufig offen und das Kind atmet durch den Mund statt durch die Nase. Die Lippen sind stets trocken und rissig.
Abbildung Gebiss: vorzeitig verlorene Milchzähne
5/5Gehen die Milchzähne vorzeitig verloren, würden die Lücken über längere Zeit bestehen bleiben. Die Folge: Zähne wandern nach vorne wodurch ein Platzmangel für die folgenden bleibenden Zähne entsteht.